Thomas beim Bundesheer

Die staatsbürgerliche Pflicht ist abgegolten – das Bundesheer überstanden. Vom 1. September 2008 bis Ende Februar 2008 leistete ich den Präsenzdienst beim Österreichischen Bundesheer im Zentrum Einsatzvorbereitung (ZEV) in Götzendorf (Niederösterreich) ab.

In der Regel ist das Bundesheer überwiegend mit negativen Assoziationen besetzt, zuerst denkt man denkt an betrunkenen Grundwehrdiener und cholerische Ausbildern. Leider stellte sich während des Grundwehrdienstes heraus, dass es sich hierbei zwar nicht ausschließlich, jedoch zu weiten Teilen um keine Vorurteile handelt.

Offizielle heißt es, „die allgemeine Wehrpflicht verankert unser Heer in der Bevölkerung und bindet es in die Gesellschaft ein. Jedes Jahr leisten knapp 30.000 junge Österreicher ihren Grundwehrdienst. Diese Zeit widmen sie dem Dienst an der Republik Österreich, der Gemeinschaft, unseren gemeinsamen Werten sowie der Demokratie und der Freiheit“. In Wirklichkeit geht es eher darum, die Zeit in der Kaserne möglichst effizient totzuschlagen und nach Dienst möglichst häufig neue Rekorde im Zusammenhang mit Alkohol aufzustellen.

Persönlich habe ich mir deswegen vorgenommen, das Bundesheer für eine gewisse Selbstdisziplinierung zu verwenden, um nicht völlig zum Proleten zu mutieren. Bis auf einige sprachliche Angewohnheiten ist mir das - ich denke zumindest - zum Glück auch gelungen.

Nach der Basisausbildung wurde ich anschließend der Betriebsversorgungsstaffel übergeben. Bis zum Abrüsten Ende Februar lag mein Aufgabenbereich in der Cafeteria der Kaserne, als Ordonanz.

Das Resümee also: Es hätte sicher schlimmer kommen können – auch wenn Gelsen die Grundausbildung zum Horror machten, und undichte Fenster mir eine dauerhafte Erkältung bescherten.

Bildgalerie: 6 Monate Bundesheer